Bredelem in historischen Fotos und Dokumenten
Bredelemin historischen Fotos und Dokumenten

Alte Fotos von Bredelem bewahren, sie allen Interessenten zugänglich machen. Das ist die Idee, die hinter diesem Internetauftritt steht. Denn, das worldwidewe​b vergisst nichts - so heißt es.

 

Mit dieser Initiative ist die Hoffnung verbunden, die Vergangenheit dieses Dorfes lebendig zu erhalten, das Wissen um Bredelem und seine Bewohner zu bewahren.

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1971 - 29 goldende Konfirmanden

(27.07.2019) Goldene Konfirmanden

Am 4. Juli 1971 trafen sich in Bredelem die Konfirmandenjahrgänge von 1918 bis 1921 zu ihrem 50jährigen Jubiläum.

Das Gruppenfoto entstand vor der Kirche - am späten Vormittag wie der Sonnenstand verrät. 

Ein Foto der Konfirmanden von 1918 ist unter "Kirche" zu finden. Kirche 

1918 Blitzableiter beschlagnahmt

(22.06.2019) Gold gab ich zur Wehr...

... Eisen nahm ich zur Ehr. Zu Beginn des 1. Weltkrieges gaben "Patrioten" ihr Edelmetall freiwillig. Mit voranschreitenden Kriegsjahren wuchs der militärische Hunger nach Metall nahezu ins Unermessliche. Glocken wurden eingeschmolzen und - man staune - kupferne Blitzableiter beschlagnahmt und auf Kosten der Besitzer von Haus- und Scheunendächern demontiert. Laut Kostenvoranschlag vom 13. Februar 1918 sollten von einem bredelemer Hof 137 kg Kupfer abgebaut und durch verzinktes Eisen ersetzt werden. Ob es dazu gekommen ist, ist nicht bekannt. Kostenvoranschlag und eine Spenderurkunde für Edelmetall sind unter Zeitdokumente zu finden. Zeitdokumente

1953 - Opel Olympia Rekord

(17.06.2019) Rekordverdächtig

Laut Wikipedia schaffte es der Opel Olympia Rekord in 40 Sekunden auf 100 km/h. Dazu gab es: 1,488 cbcm Hubraum, Pontonkarosserie - also ohne aufgesetzte Kotflügel und Trittbretter -, teilsynchronisiertes 3-Gang-Getriebe und Lenkradschaltung. Für rund 6.400 Deutsche Mark kam das Modell 1953 auf den Markt und fand auch in Bredelem gleich seine Liebhaber. Nur 8 Jahre nach dem Krieg.

1906

(10.06.2019) Bredelem unter Strom

1906 war es soweit - Bredelem wurde von Langelsheim aus mit Strom versorgt.Damit ging ein gewaltiger Fortschritt im alltäglichen Leben einher. Zuvor mussten die Leitungen verlegt werden. Die Bauern Achilles, Wedde und Welge gestatteten der Chemischen Fabrik Marienhütte als beliefernden Elektrizitätswerk zu diesem Zweck die Aufstellung von Strommasten auf ihren Grundstücken. Die Einwilligung ist unter Zeitdokumenten zu finden. Zeitdokumente

 

Karte des Bistums Hildesheim von 1798 -Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz; Kartenabteilung

(29.05.2019) Bistum Hildesheim

Das Bistum Hildesheim zählte nicht zu den fortschrittlichsten Fürstentümern seiner Zeit. Nach der französischen Revolution rückte es aus Furcht vor Napoleon näher an seinen Nachbarn Hannover heran, das mit Großbritannien eng verbunden war. Hannover gab sodann eine topographisch-militärische Karte des Bistums Hildesheim in Auftrag und schuf damit die erste genaue Karte vom Bistum, dem Aufmarschgebiet gegen die Franzosen.

Wir danken der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz für die Kartenausschnitte. Zeitdokumente

 

Juli 1929

(27.05.2019) Himbeer und Zitrone

Mit zwei Geschmacksrichtungen punktete die Niedersachsenquelle Palandsmühle bei ihren Kunden. 25 Flaschen von der süßen Versuchung gab es für 5 Reichsmark - kein günstiger Spaß. Im Juli 1929 lieferte die Firma eine Kiste mit 25 Flaschen Limonade und 25 Flachen Wasser auf Rechnung aus. Die Rechnung des Harzer Sauerbrunnens ist jetzt unter den Zeitdokumenten zu finden. Interessant sind auch die Bedingungen für die Pfandflaschen.  Zeitdokumente

 

1915 Rechnung Stellmachermeister Macke

(27.05.2019) Handwerk hat goldenen Boden

Mit Handwerk wurden in Bredelem keine Reichtümer erwirtschaftet. Aber zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand eine beachtliche Anzahl von Meistern ihr Einkommen im Handwerk, z.B. Schmiedemeister Kathe, Schuhmachermeister Rinke, Schneidermeister Nause, Stellmachermeister Macke, Sattler und Tapezierer Ehlers und Tischlermeister Abel. Von allen stehen seit heute Rechnungen aus den Jahren 1914 bis 1923 in der Rubrik Zeitdokumente online. Zeitdokumente

 

Lageplan Wasserversorgung der Gemeinde Bredelem 1956

(06.05.2019) Kein Schnittmuster

Nein, bei dem auf dem ersten Blick verwirrenden Plan handelt es sich um den Lageplan der Wasserversorgung von Bredelem. 1956 wurden die Bredelemer an die Wasserversorgungsanlage Upen angeschlossen - vorher kam das Wasser aus den Hausbrunnen. Der Plan zeigt, wo die Leitungen lagen und auch, welches Haus einen Keller hat und welches nicht. Rund vierzig Jahre später wurde das Dorf dann an das Netz der Harzwasserwerke angeschlossen. 

 

Auszug aus den Geobasisdaten des Landesamtes für Geoinformation und Landvermessung Niedersachsen (LGLN), © 2019

(05.03.2019) Der Papen-Atlas

Wie sah Bredelem vor dem Brand von 1830 aus? Eine Ahnung gibt der 1847 von August Papen veröffentlichte "Topografische Atlas des Königreiches Hannover und des Herzogtums Braunschweig" - kurz Papen-Atlas. Auf Grundlage der Gaußschen Landesaufnahme von 1818 bis 1826 erstellte von Papen, Leutnant im Königlichen Hannoverschen Ingenieur Corp, ab 1832 den Atlas. Blatt 56 "Wolfenbüttel" zeigt am Rande Bredelem. Viele Feldwege und die Chaussee (heutige L515) sind gut zu erkennen. Auch die Kirche ist zu sehen. Wir danken dem Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (www.lgln.de) für die Karte.

 

v.l.: Herman Rodermund, Auguste Hille, August Fricke, Alwine Meyer, Ernst Oppermann, Emma Körner, H. Bosse, Pastor, Adolf Walter, Meta Gaus, Heinrich Ülzmann, Grete Siemens, August Rinke, Minna Bosse, Heinrich Achilles, Hermann Körner

(10.02.2019) (K)ein freudiger Anlass

Die Konfirmation - vermutlich während des ersten Weltkrieges aufgenommen - scheint kein freudiger Anlass gewesen zu sein. Die Konfirmanden wirken ernst und ein wenig als Erwachsene verkleidet.

Das Foto wurde aufgrund von Reflexionen perspektivisch aufgenommen und ist auch unter "Kirche" zu finden. siehe Kirche 

Nanny Hagenguth, geb. Huster, mit Familie (ca. 1913)

(28.12.2018) Aus dem Heimatkreis vertrieben

Während und nach dem Krieg wuchs die Einwohnerzahl Bredelems sprunghaft an. Zu den Neubürgern zählte auch Nanny Hagenguth. Die Mutter von sieben Kindern hatte schon 1920 ihren Mann, einen Gutsbesitzer aus Rothenschirmbach, verloren. Vor und nach dem Krieg waren dann drei ihrer Söhne gestorben. Im Zuge der Bodenreform musste die Familie das in der sowjetischen Besatzungszone gelegene Gut abgeben. Auch sämtliches sonstiges Eigentum wie Wohnhäuser, Geldvermögen, Mobiliar bis hin zu Kleidung wurde zwangsenteignet und die Besitzer des Heimatkreises verwiesen. So musste auch die mittlerweile 65jährige Nanny Hagenguth ihr Altenteil aufgeben. Über Umwege gelangte sie schließlich zu ihrer Tochter nach Bredelem, wo neben Ausgebombten und Flüchtlingen schon andere vertriebene Familienangehörige Zuflucht gefunden hatten - mehr als 35 Menschen wohnten damals in dem Bauernhaus. 1953 trat das Bundesvertriebenengesetz (BVFG) in Kraft. Damit wurde sie als politischer Flüchtling anerkannt. 1961 verstarb Nanny im Alter von 80 Jahren. Begraben wurde sie auf dem bredelemer Friedhof - ihre Flüchtlingsausweise von 1949 und 1954 sind jetzt online. siehe Zeitdokumente 

 

Zutatenkladde Anfang Dreißiger Jahre

(20.11.2018) Weiße Pfeffernuss-Glasur

Die Weihnachtszeit ist traditionell Backzeit. Süßes und Naschwerk waren schon zu Beginn des letzten Jahrhunderts gefragt. Honigkuchen, Stollen, Speckulatius, Cocos-Makronen, Weiße Pfeffernüsse, Mandel-Bretzeln, Lebkuchen und mehr kamen schon in den Dreißiger Jahren auf den Tisch, wie die Zutatenkladde des bredelemer Bäckermeisters Meyenburg zeigt. siehe Zeitdokumente.  

 

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© Werner Achilles