Bredelem in historischen Fotos und Dokumenten
Bredelemin historischen Fotos und Dokumenten

Alte Fotos von Bredelem bewahren, sie allen Interessenten zugänglich machen. Das ist die Idee, die hinter diesem Internetauftritt steht. Denn, das worldwidewe​b vergisst nichts - so heißt es.

 

Mit dieser Initiative ist die Hoffnung verbunden, die Vergangenheit dieses Dorfes lebendig zu erhalten, das Wissen um Bredelem und seine Bewohner zu bewahren.

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Das Vorwerk Haarhof gehörte zur Domäne Liebenburg - war quasi ein ausgelagertes Einzelgehöft als Zweigstelle (Quelle: Lederbogen-Verlag)

Vorwerk Haarhof (17.10.2020)

 

Er liegt jenseits der Gemeindegrenze und gehört doch ein wenig auch zu Bredelem - der Haarhof oder auch Harhof. Als Vorwerk des Amtes Liebenburg mussten die bredelemer dort ihre Herrendienste ableisten - jede Woche zwei Manntage für Kotsassen und zwei Tage mit je 4 Pferden für Ackermänner. Die Betglocke verkündete, wann die Arbeit beginnen musste und wann sie enden durfte. Da blieb nicht viel Zeit für die eigenen Höfe.

Unter Napoleon wurden die Dienste dann in Zahlungen umgewandelt, um 1840 konnten sich die bredelemer Bauern davon "freikaufen". Der Haarhof wurde Forstamt und später Hotel- und Ausflugslokal.

Die bredelemer feierten viele Feste dort. In dieser Zeit wurden auch viele Ansichtkarten herausgegeben. Die vom goslarer Lederbogen-Verlag herausgegebene Karte in der Ansicht stammt vermutlich aus den 80er Jahren und zeigt links das historische Hauptgebäude aus dem 18. Jahrhundert. Heute ruht der Betrieb.

Herbstzeit (02.10.2020)

 

Am 3. Oktober ist es wieder soweit ... allen Bredelemern und ihren Freunden, ein frohes Erntedankfest !

ca. 1907: Glücksfund aus dem Internet

(23.09.2020) Glücksfund

Die Einzelansichten sind bekannt - aber in ihrer Kombination als Postkarte sind sie wahrlich ein Glücksfund. Schön zu erkennen ist das Panorama, vom erhöhten östlichen Innersteufer aus aufgenommen.

Die Kirche säumt noch ein Stakettzaun. 

1907 erhielt Hermine Wedde in Sehlde  diese Karte von einer gewissen "Auguste". Schöne Grüße, die heute noch Freude bereiten.

 

Sie haben auch eine Karte von Bredelem? Dann melden Sie sich doch bitte - gerne veröffentlichen wir ein Bild davon.

ca. 1920: Wilhelm und Berta Oppermann, geb. Kessler, mit Sohn Willi vor ihrem Haus im Sölterswinkel

(04.07.2020) Sölterswinkel

Heute erinnert nur noch eine Jagdhütte an die um 1920 im Sölterswinkel errichtete Hofstelle. Wilhelm und Fritz Oppermann schufen sich nach dem 1. Weltkrieg mit der Gärtnerei eine Exitenzgrundlage. Obst und Gemüse wurden auf steinigem Untergrund für den Oberharz angebaut, das Wasser musste aufgrund eines fehlenden Brunnens mit viel Aufwand vom 2 Kilometer entfernten Dolgener Brunnen geholt werden. Wilhelms Enkel Hans Schmidt hat drei Fotos zur Verfügung gestellt - vielen Dank.

Bredelemer Feuerwehr bei einem Ausflug am Vatertag

(21.05.2020) Himmelsfahrtskommando

Männerausflüge zum Vatertag haben Tradition. In Deutschland gab es Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Ausflügler. 1934 wurde dann Christi Himmelfahrt zum gesetzlichen Feiertag und bot so der breiten Masse arbeitender Väter Anlass und Zeit für gemeinsame Touren. Auch die bredelemer Feuerwehr nutzte schon früh die Gelegenheit für Ausflüge in die Umgebung - in Uniform und mit Bierfaß.

Das Foto wurde 1925 aufgenommen (Archiv bredelemer Feuerwehr)

(20.05.2020) Zeit zum Feiern - vor 95 Jahren

Am 17. und 18. Mai 1925 feierte die bredelemer Feuerwehr ihr dreißigjähriges Stiftungsfest. Vermutlich anlässlich des Festes wurde das nebenstehende Foto gemacht. Das Festzelt kam von Herrn Eggers aus Dörnten und wurde in Wilhelm Weddes Weide aufgestellt. Die Kosten für den Auf- und den Abbau trug Gastwirt August Macke, der dafür den Ausschank bekam. Für 400 Reichsmark spielte an den Tagen eine Kapelle aus Goslar. In einer Tombola wurde von Hermann Söchtig junior ein Fahrrad verlost - damals ein toller Preis. Mehr Fotos von der Feuerwehr finden Sie hier.

Liste der Landkrankenkasse des Kreises Goslar über angemeldete Zwangsarbeiter (ITS Digital Archive, Arolsen Archives)

(19.04.2020) Unter Zwang

Sie hießen Battista, Anna, Michael, Stanislaw, Ceswart, Elena ...

Sie kamen aus Russland, Polen, Italien und den Niederlanden. Der Jüngste war Nikolah, bei Kriegsbeginn gerade einmal 11 Jahre. Sie alle hatten eines gemeinsam, sie mussten in Bredelem vor allem in der Landwirtschaft Zwangsarbeit leisten. 38 Personen führt die Landkrankenkasse des Landkreises Goslar in ihren Listen, je zur Hälfte Frauen und Männer. Auf den großen Höfen waren es jeweils 6 bis 8 Personen. Einige mussten allein bei den Deutschen arbeiten. Wir danken dem Arolsen Archives - International Center on Nazi Persecution - für die zur Verfügung gestellen Listen.  

Wehrmachtssoldaten auf dem Hof der Familie Herbst

(21.03.2020) 75 Jahre Einmarsch der Amerikaner

Der eine wird ihn ersehnt, der andere sich davor gefürchtet haben: Der Einmarsch der Amerikaner. Am 11. April 1945 war es dann soweit und damit quasi das Kriegsende für Bredelem. Von Kampfhandlungen war Bredelem bis dahin weitgehend verschont geblieben. An diesem Mittwoch spitzte sich die Situation aber noch einmal zu. Von den Ereignissen berichtet Bauernhsohn Ludolf Herbst. >>zum Bericht

 

Sie besitzen Fotos vom Einmarsch oder der sich angeschlossenen Besatzungszeit? Dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf und helfen Sie diese Bildlücke zu schließen.

Hüttenbuch einer bredelemer Jagdpacht

(08.03.2020) Keine guten Aussichten für Ostern

Zwischen 1907 und 1916 wurden in Bredelem 880 Hasen geschossen, also im Schnitt 110 Hasen im Jahr. Das geht aus dem Hüttenbuch damaliger Jagdpächter hervor. Der Rückblick zeigt die Strecken des wichtigsten Jagdwildes. Das Mufflon fehlte damals noch, es sollte erst Anfang der Dreißigerjahre des 20. Jahrhunderts ausgewildert werden. Augenscheinlich ist auch der Rückgang des Wildes während der Kriegsjahre.

Ansichtskarte Gasthof "Deutsche Eiche"

(14.12.2019) Kleine Glücksmomente

Ansichtskarten von Bredelem sind rar - stand das Dorf doch nie im Fokus der Öffentlichkeit. Umso größer ist die Freude über Internetfunde wie diese Ansichtskarte vom Gasthof "Deutsche Eiche". Die Einrichtung war rustikal. Die Rückseite verrät, dass der Besitzer Heinrich Macke auch einen Saal sowie Klub- und Fremdenzimmer zu bieten hatte.   

Wenn Sie auch Ansichtskarten von Bredelem haben, melden Sie sich bitte. Gerne würden wir ein Bild davon an dieser Stelle veröffentlichen. Diese und weitere Postkarten gibt es übrigens in der Rubrik  Postkarten

Todesanzeige von 1906

(27.10.2019) Totengedenken

Der November ist der Monat, an dem den Toten gedacht wird. Früher noch ritualisierter als heute. Nicht zuletzt, weil der Tod gegenwärtiger war. Auguste Achilles starb 1906 mit 63 Jahren, aus heutiger Sicht bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung heute geborener Mädchen von über 80 Jahren kein Alter. In Augustes Todesjahr 1906 geborene Mädchen konnten allerdings nur mit 51 Jahren rechnen. Mädchen aus Augustes Geburtsjahrgang wurden im Schnitt nicht mal 40 Jahre. Schuld hohe Säuglings- und Kindersterblichkeit sowie Geburtsrisiken. Davon war Auguste Achilles verschont geblieben. Zeitdokumente

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© Werner Achilles